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Was ist Gewalt?
Was ist Gewalt?
Gewalt kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Das umfasst Drohungen und Verhaltensweisen mit der direkten oder indirekten Absicht zu schädigen oder der Inkaufnahme von Schädigungen und richtet sich gegen Personen. Gewalt erfolgt meist durch körperlichen Einsatz und/oder psychische und verbale Mittel und verursacht bei den Betroffenen körperliche und/oder psychische Verletzungen.
Manche Gewaltformen sind aktiv oder passiv, gegen sich selbst oder andere gerichtet und können einmalig oder wiederholt erfolgen.
Was unter Gewalt verstanden wird, oder wie gravierend beziehungsweise folgenreich Gewalt als solche erlebt wird, hängt sowohl von zahlreichen persönlichen als auch gesellschaftlichen Risiko- und Schutzfaktoren ab.
Gewalt gegen Kinder und Jugendliche findet zu einem sehr großen Teil im Verborgenen statt. Nicht jede Gewalthandlung ist strafrechtlich verfolgbar, aber jede Form der Gewalt hinterlässt Spuren.
Vom Konflikt zur Gewalt
Gewalterfahrungen in der Schule haben langfristige Auswirkungen. Schülerinnen und Schüler, die Opfer von gewalttätigen Attacken ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler werden, haben häufig noch viele Jahre später mit den Folgen zu kämpfen. Das Erlebte wirkt sich auf die psychische Gesundheit und die Lebenszufriedenheit aus. Ein positives Umfeld, das gewalttätiges Verhalten und Ausgrenzung unterbindet, Gewalt thematisiert, Kinder und Jugendliche mit ihren Ängsten und Phantasien nicht alleine lässt und Unterstützung und Hilfe anbietet, wirkt präventiv. Ziel ist es, den Lebensraum Schule für alle Kinder und Jugendlichen so zu gestalten, dass sie sich sicher fühlen können. Es soll ein Klima der Toleranz und Wertschätzung vorherrschen, in dem diese Kinder zu selbstständigen, verantwortungsvollen Menschen heranwachsen können.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass dort, wo Menschen viel Zeit miteinander verbringen, Konflikte oft nicht gänzlich vermieden werden können und sogar wertvoll für die Weiterentwicklung sind. Es ist wichtig, in der Schule eine gemeinsame Grundhaltung und eine Null-Toleranz gegen Gewalt zu etablieren. Gewaltpräventive Arbeit an und in der Schule beschäftigt sich daher auch mit Mobbing, Cyberbullying, Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Diskriminierung, Rassismus, Ausgrenzung und Vorurteilen sowie Suchtverhalten als eine Form der Gewalt gegen sich selbst.
Auch sexuelle und häusliche Gewalt sind Gewaltformen, welche Entwicklung, Verhalten und Leistung von Schülerinnen und Schülern beeinflussen. Es ist für Lehrerinnen und Lehrer hilfreich zu bedenken, dass Unterrichtsstörungen nicht immer mit der aktuellen Schulsituation zu tun haben, sondern auf andere Erlebnisse zurückgehen können.
Quellen
Zusammenfassungen ohne Gewähr.
